Zahnleiden für Fortgeschrittene – hier die schonungslose Wahrheit

Mein heutiges Schlüsselerlebnis, geschildert unter Berufung auf und frei nach Wilhelm Busch

Oftmals bringt ein harter Brocken
Des Mahles Freude sehr ins Stocken.
So geht’s nun auch dem Martin Hoffe;
Er sitzt ganz krumm und hält den Zahn.
Um seine Ruhe ist`s getan;
Er biß sich auf den kranken Zahn.

Nun sagt man zwar; es hilft der Rauch!
Und Martin, ja er raucht nun auch.
Dann treiben ihn die Nöten,
Mit Schnaps des Zahnes Nerv zu töten.
Er taucht den Kopf mitsamt dem Übel
In einen kalten Wasserkübel.

Jedoch das Übel will nicht weichen,
Auf andre Art will er’s erreichen.
Auch zieht ein Pflaster hinterm Ohr
Die Schmerzen leider nicht hervor.
“Vielleicht” – so denkt er – “wird das Schwitzen
Möglicherweise etwas nützen.”
Indes die Hitze wird zu groß,
Er strampelt sich schon wieder los.
Und zappelnd mit den Beinen
Hört man ihn bitter weinen.
Jetzt sucht er unterm Bette
Umsonst die Ruhestätte.

Zuletzt fällt ihm dann der Doktor ein.
Er klopft. – Der Doktor ruft: “Herein!”

“Ei, guten Tag, mein lieber Mann,
Nehmt Platz! Wie, seid ihr heut schon dran?
Laßt sehn! Ja, Ja! Das glaub ich wohl!
Der ist ja in der Wurzel hohl!”
Nun geht der Doktor still beiseit.
Der Martin ist nicht sehr erfreut.
Und lächelnd kehrt der Doktor wieder,
Dem Martin fährt es durch die Glieder.

Ach! wie erschrak er, als er da
Den wohlbekannten Haken sah!
Der Doktor, ruhig und besonnen,
Hat schon bereits sein Werk begonnen.
Und unbewußt nach oben
Fühlt Martin sich gehoben.
Und – rack! – da haben wir den Zahn,
Der so abscheulich weh getan!

Mit Staunen und voll Heiterkeit
sieht Martin sich vom Schmerz befreit.

Der Doktor, würdig wie er war,
Nimmt in Empfang sein Honorar.

und Martin, ja er setzt sich wieder
Vergnügt zum Abendessen nieder.

Und die Moral von der Geschicht:
Vergiß niemals dein Zahnarzt nicht
Der hohle Zahn birgt manches Leid,
der steile – trägt zumeist ein Kleid.
(Will Helm)

das hat mir die Fassung geraubt -moderne Doktorspiele

 

kennst du das auch, du gehst zum Hausarzt deines Vertrauens wegen irgendeiner Gesundheitsstörung und der überweist dich an einen Facharzt. So sieht es ja auch unser Gesundheitssystem vor, alles gut. Fachärzte arbeiten nur mit Termin wie man weiß. Der Hürdenlauf der Termintelefonate beginnt umgehend an einem schönen Vormittag im August, völlig entspannt auf der Terrasse. Smartphone, Kugelschreiber, Kalender und Notizzettel und die nötigen Telefonnummern liegen bereit.

erster Anruf beim Facharzt um die Ecke:

sind sie schon Patient bei uns? Nein! Wir können leider keine neuen Patienten mehr aufnehmen.“

zweiter Anruf beim Facharzt am anderen Ende der Stadt:

hm, wir sind schon ziemlich lang ausgebucht aber ich schieb sie dieses Jahr im Dezember noch rein, sie müssen aber mit längerer Wartezeit rechnen.“

dritter Anruf beim Facharzt in der nächsten größeren Stadt:

guter Mann, warum gehen sie nicht zum Arzt in (hier den eigenen Heimatort einsetzen.) Hier bei uns gibt es dieses Jahr keinen Termin mehr, und denken sie mal an die lange Fahrt bis zu uns. Ist doch Blödsinn. Gehen sie doch zum Kollegen vor Ort“

vierter Anruf beim Facharzt in der Kreisstadt:

kein Problem, können sie gleich kommen?“ Nein, ich habe eine Anreise von 50 km. „Schade, dann geht es erst nächstes Jahr wieder. Rufen sie doch im Januar nochmal an, wir haben den neuen Kalender noch nicht im System hier.“

fünfter Anruf im nächsten Krankenhaus:

unsere Fachärzte dürfen den niedergelassenen Ärzten nicht die Patienten wegnehmen, wir können sie hier nur mit einer Krankenhauseinweisung behandeln. Die für diesen Fall vorgesehene Gesetzesänderung ist leider noch nicht in Kraft getreten.“

Spätestens jetzt fliegt das Smartphone im hohen Bogen Richtung Garten. Mitleidheischend blickst du um dich, Frau und Hund haben ob deiner grimmigen Stimmung längst das Weite gesucht. Lediglich die Sonnenblumen mit ihren hängenden Köpfen nicken dir tröstend zu. Was tun, ich brauche einen Termin.

Ah ja, die Krankenkasse, hat die nicht so eine Art Terminservice? Also, Smartphone aus dem Beet geborgen, per WLAN ins Internet und die Seite der Krankenkasse aufgerufen. Als ungeübter Krankenkassenseitenbesucher quäle ich mich durch die unzähligen Angebote. Ich nutze emsig die Suchfunktion und lese ungeheuer viel Interessantes zu Krankheiten und Gesundheiten. Terminservice leider Fehlanzeige. Auch die dort angepriesene Facharztauswahl, sortiert nach Fachrichtungen und Postleitzahlen, zeigt mir nur die Ärzte, die ich schon abtelefoniert habe, und die noch nicht mal alle.

Servicetelefon schießt es mir durch den Kopf, die haben doch ein Servicetelefon. Sofort wähle ich den kostenlosen Telefonservice der Krankenkasse. Erfolg nach 15 min. Warteschlange mit entnervenden zuckersüssen Ansagen und sich im Minutentakt wiederholender Musik, aufgelegt. Wenn die wenigstens Mike Oldfield oder Queen spielen würden da….anständige Musik statt des Flötengequengels.

Hat wer noch eine zielführende Idee oder einen Tip? Ich brauche doch einen Termin!

Vater und Sohn – das tut weh beim Lesen und Nachdenken

vater-sohn

Sohn: „Papa, kann ich Dich mal was fragen?“

Vater: „Klar, mein Junge. Was ist los?“

Sohn: „Papa, wie viel Geld verdienst du in der Stunde?”

Vater: „Nun, ich denke solche Dinge haben dich noch nicht zu interessieren. Warum fragst du so was?

Sohn: „Ich möchte es einfach nur wissen. Bitte bitte, sag mir, wie viel du in der Stunde verdienst.“

Vater: „Na gut, wenn du es unbedingt wissen möchtest, Ich verdiene 50 Euro in der Stunde.“

Sohn: „Oh.“ (Er senkt den Kopf)

Sohn: „Papa, kannst du mir vielleicht 25 Euro leihen?“

Vater: „(äußerst verärgert) So so! Deshalb fragst du also. Du willst dir Geld von mir leihen, um dir irgendein dämliches Spielzeug oder anderen Blödsinn zu kaufen. So nicht mein Freund. Marschier in dein Zimmer und ab ins Bett! Du solltest mal darüber nachdenken, wie egoistisch du eigentlich bist. Ich arbeite jeden Tag extrem hart und muss mir dann abends so dreiste Fragen anhören!“

Der kleine Junge geht still und leise in sein Zimmer und schließt die Tür. Der Vater setzt sich erst mal hin, wird jedoch umso wütender, je mehr er über die Frage des Jungen nachdenkt.  „Wie durchtrieben mein Sohn nur ist! Stellt mir solche Fragen, nur um an Geld zu kommen!“ Über eine Stunde vergeht bis der Vater sich beruhigt hat und anfängt nachzudenken. „Vielleicht gibt es da wirklich etwas, dass mein Sohn dringend braucht. Er fragt sehr selten nach Geld. Eigentlich hat er noch nie gefragt. Vielleicht braucht er die 25 Euro tatsächlich. Vielleicht habe ich ihm Unrecht getan.“ Der Vater geht zum Zimmer des kleinen Jungen, öffnet die Tür und betritt das Zimmer.

Vater: „Schläfst du schon, Sohnemann?“

Sohn: „Nein, Papa, ich bin noch wach.“

Vater: „Schau mal, ich habe noch mal über alles nachgedacht. Vielleicht war ich tatsächlich ein bisschen zu streng zu dir. Es war ein langer Tag, eine Menge hat sich angestaut und du hast alles abbekommen. Hier sind die 25 Euro um die du mich gebeten hast. Es tut mir leid.“

Der kleine Junge lächelt. „Danke, Papi!”
Der kleine Junge greift unter sein Kopfkissen und holt ein paar weitere zerknitterte Euro-Scheine hervor. Der Vater sieht, dass der Junge unter seinem Kissen bereits Geld gebunkert hat und wird erneut wütend. Langsam und ruhig beginnt der kleine Junge das Geld zu zählen und schaut danach seinen Vater an.

Vater: „Warum zum Teufel fragst du nach Geld, wenn du schon welches hast?“
Sohn: „Weil ich noch nicht genug hatte. Jetzt aber reicht es!“
Sohn: “Papi, jetzt habe ich 50 Euro. Darf ich hierfür eine Stunde deiner Zeit kaufen? Bitte komme morgen früher von der Arbeit nach Hause. Ich möchte gerne mit dir zusammen essen.“

Der Vater sinkt auf den Boden. Er hat mit solch einer Antwort nicht gerechnet. Er ist erschüttert, gerührt, überwältigt. Er schließt seinen Sohn in die Arme, und bittet ihn um Entschuldigung.

Dies ist nur eine kleine Geschichte über Vater und Sohn. Eine kleine Geschichte für all jene die in ihrem Leben so hart und lange arbeiten. Wir sollten nicht zulassen, dass uns in unserem turbulenten Leben, der Blick für das fehlt, was wirklich wichtig ist. Die Menschen, die wir lieben.

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mich hat diese Geschichte geradezu umgehauen….denn ich liebe meine Kinder über alles

mh, im Oktober 2014

Drachen, Lochmünzen, Fisch, Honig, weiche Brötchen und unbequeme Betten gefällig?

Lange haben wir diskutiert, geplant, im Internet recherchiert. bevor wir uns für ein preiswertes Ferienhaus auf der Insel Rømø an der dänischen Nordseeküste für den gemeinsamen zweiwöchigen Urlaub unserer FamilienWG samt unseren vier Pfotenchaoten entschieden.

Rømø_Karte

Die Buchung und Abwicklung über das Internet mit einem namhaften dänischen Reiseveranstalter waren schnell erledigt. Auch die Tatsache, das wir mit vier kleinen Hunden (2 Dackel, ein Pudel und ein Terrier) anreisen wollten war kein Problem, denn die Dänen sind ausgesprochen hundefreundlich.

Die Reise begann samstags gegen 8:00 Uhr, geplante Zielankunft ca. 16 Uhr bei 560 km Reiseweg. Der 7sitzer Van war vollgepackt mit 4 Erwachsenen, 4 Hunden, dazu einiges an Gepäck. Hinten dran hing noch ein kleiner Gepäckanhänger, voll mit Gepäck und obendrauf geschnallten 4 Fahrrädern.

Foto0074Foto0202Unsere Reiseroute; über die A31 Richtung Norden bis Kreuz Schüttorf, dann die A 30 bis Kreuz Osnabrück. Weiter über die A 1 bis Hamburg, die A7 durch den Elbtunnel bis Flensburg und weiter die E45 nach Apenrade (DK). Quer über Landstraßen weiter zum Ziel auf der Insel Rømø, als letztes über den fast 10 km langen Inseldamm durchs Wattenmeer. Aus der geplanten Ankunftszeit wurde nichts,denn in Hamburg erwischte uns ein Mordsstau, der uns langweilige dreieinhalb Stunden Stop&go bescherte. So trafen wir dann erst gegen 19:30 ziemlich groggy und zerknautscht auf der Insel ein.

Foto0103Perfekter Service vom Reiseveranstalter; die Schlüssel zum Haus und eine Wegbeschreibung lagen am unterwegs telefonisch (wegen der Verspätung) vereinbarten Ort für uns bereit. Gegen 21 Uhr hatten wir entladen und alles soweit verstaut. Ein leckeres kühles Bier aus dem mitgebrachten Biervorrat und ein leichter Imbiß, dann sanken wir müde ins Bett.

Aber…oh weh. Dänische Ferienhausbetten sind schrecklich kurz, pfuhlweich und vor allem zu schmal für große Menschen wie wir. Wir haben uns in den ganzen zwei Wochen nicht daran gewöhnen können und oft schlecht geschlafen, der wirklich einzige Minuspunkt am Ferienhaus, aber wie man mir sagte, dänemarktypisch.

Am nächsten Morgen dann die Hausbesichtigung, wirklich ein knuffiges, wohnliches Holzhäuschen in einem mitten im Grünen gelegenen Waldgelände weit abseits der Inselhauptstraße. Die Nachbarn alle mindestens 50m weit weg und abgeschirmt durch Sandhügel, Bäume und Sträucher. Zweckmäßig eingerichtet mit 2 Schlafzimmern, ein luftiges, helles Wohnzimmer mit Holzofen. Komplett ausgestattete Küche und ein kleines Bad mit Dusche und Waschmaschine. Eine Essecke mit Riesenfenster nach Osten. Dazu draußen zwei Sonnenterrassen (West und Ost) mit Tisch und bequemen stabilen Stühlen. Eine Auswahl von Gartenstühlen und -liegen und ein großer moderner Gasgrill auf Rollen mit Gasflasche in der kleinen Garage. Das nötigste Werkzeug, Kabeltrommel, ebenfalls alles vorhanden.

Zwei Inselwochen

Wetter – nur zwei durchgehend heftige Regentage. Ansonsten durchwachsen bis

gut, immer so um 18 – 20 Grad tagsüber perfekt für entspannte Strandspaziergänge und

Muschelsuche mit den Hunden am oft fast menschenleeren Strand. Abends entweder Rommee gespielt oder in den mitgebrachten Ebooks geschmökert.

Dänemark ist unerhört teuer, deshalb haben wir uns selbst verpflegt und bekocht.

Schliesslich waren ja zwei Hobbyköche dabei. Der Lebensmitteleinkauf auf der Insel erwies sich als Kostenfalle, aber schließlich waren wir ja im Urlaub.

Wir waren dann in zweimal in Skaerbeck (12 km) auf dem Festland zum Einkaufen, denn die Inselläden waren nun doch zu für den täglichen Bedarf zu teuer. So haben wir uns da grundversorgt, da gibt es die üblichen bekannten Ketten (Aldi, Lidl usw.) mit etwas verträglicheren Preisen und vor allem mehr Auswahl wie in den kleinen Inselläden. In Dänemark beträgt die Mehrwertsteuer nun mal 25% und das spürt man.

Herrlich die Gelegenheit gleich im Hafen von Havneby per Fahrrad jederzeit frisch gefangenen Fisch und Krustentiere einzukaufen und abends frisch zuzubereiten, wir haben in Fisch geschwelgt. Auf dem Weg dahin gab es auch einen großen Bäckerladen. Wer einmal in einer dänischen Bäckerei war, wird sich da gern dran erinnern. So ein Angebot von Kuchen, Torten und Gebäck, schon beeindruckend und vor allem verführerisch. Nur an schmackhaftes Brot zu kommen erwies sich als schwierig, fast alles war uns zu weich und süß, da sind wir hier in Deutschland durch unsere vielen Brotsorten doch sehr verwöhnt. Ein sog. Landbrot, zwar weich aber mit schöner Kruste hat dann in unseren Augen Gnade gefunden. Und die Brötchen da waren verdammt lecker.

Wir haben an den zwei Regentagen jeweils Ausflüge gemacht. So waren wir am ersten Regentag auf einem sog. Schafsmarkt in Hoejer. Da gab es zwar keine Schafe, aber viele Buden und Händler, so etwa wie hier ein Stadtmarkt. Ganz interessant.

Ein weiteres Regentagesziel, die Hafenstadt Esbjerg mit ihrem großen Industriehafen weiter im Norden. Dort sind wir trotz Regen durch die hübsche Innenstadt gebummelt und haben in einem Zelt auf dem Marktplatz einen Kaffee genossen. Wir wollten noch runter in den Hafen, aber wir haben uns erst grauslich verfahren und dann im strömenden Regen doch darauf verzichtet.

In diesem Urlaub hat uns neben der Begeisterung für unsere brandneuen Ebooks dann auch noch das Rommeefieber erwischt. Wir haben fast jeden Abend Rommee gespielt, bis uns die Augen zufielen. Was war das ein Spaß. Erinnerungen an alte Zeiten für uns.

Mit der dänischen Währung standen wir die ganze Zeit auf Kriegsfuß. Diese elende Umrechnerei, die ungewohnten Scheine und Münzen. Aus lauter Faulheit haben wir oft nur mit Scheinen bezahlt und das Kleingeld gehortet. Eine gute Idee, wie sich nachträglich herausstellte, denn am vorletzten Urlaubstag packten wir das gesammelte Kleingeld in einen Beutel und trugen es in einen dänischen Verkaufskasten. Wir erstanden dafür 9 Gläser leckeren dänischen Heidehonig, ein Gedicht sag ich nur.

Was ist aber ein Verkaufskasten? Diese Kästen findet man dort an vielen Hauseingängen und Straßenecken, bestückt mit div. Waren, Neben dem berühmten Heidehonig findet man da z.B. frische Eier, Gemüse aus eigenem Anbau, Geschenkartikel, Andenken, Flohmarktkram, einfach nur alles was klein ist und wo sich vielleicht ein Interessent findet. Preisschilder verkünden den Preis der Ware, man legt das Geld in eine Schachtel im Kasten und entnimmt die gewünschte Ware. Das klappt ganz offensichtlich meistens, wir haben nur wenige Kästen gesehen, in denen ein Schild auf eine überwachende Videokamera hinwies.

Es gibt aus diesem Urlaub noch soviel zu berichten.

Das lecker-würzige Pfefferminzeis und das schwarz-graue Lakritzeis, das man am Strand in Riesenportionen bekommt.

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Der unglaublich große, teils menschenleere Strand, wegen seiner Größe mit dem Auto befahrbar, noch um einiges größer wie der Strand in St. Peter Ording.

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Das Drachenfestival mit seinen hunderten von exklusiven und einmaligen Drachen aus ganz Europa ein ganzes Wochenende lang am Strand.und ein eigener Strandabschnitt für Kitesurfing und Windsurfer.

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Die interessante Kirche und der gepflegte Friedhof mit seinen uralten Kaptänsgräbern, das niedliche Feuerwehrhäuschen daneben.

Heideland, viele Kiefern und sanfte Dünen soweit das Auge reicht.

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Zwischen Insel und Festland ein 9 km breites Wattenmeer mit dem Inselstraßendamm, der das Festland mit der Insel verbindet.

Viele Radwege, jede Menge Gelegenheit für schöne Radtouren.

Und noch vieles mehr, die zwei Wochen waren viel zu kurz um alles zu erkunden und zu genießen.

Alles in allem war das ein wunderbarer Urlaub. Urlaub an der See ist wirklich

was schönes mit hohem Erholungsfaktor. Ob wir uns Dänemark nochmal antun bei der doch sehr weiten Anfahrt von hier und den Preisen, wohl eher nicht. Es gibt ja noch andere schöne Gegenden an der Nordsee, für uns hier bietet sich ja die holländische Nordseeküste an. Und seit meiner Kurzreise an die Ostsee vor vier Wochen kann ich mir auch einen Ostseestrand als Urlaubsziel gut vorstellen, wobei da die Anreise bis Rügen oder Usedom natürlich auch wieder…..

Die Rückfahrt nach Hause erledigten wir übrigens in der Nacht von Freitag auf Samstag auf der gleichen Route in etwas mehr als fünf Stunden.

mh im Oktober 2014

die Rasselbande vom Lönsweg

Frauchen: „Hey schau mal, unsere Pfotenchaoten graben sich da mal wieder zum Nachbarn durch!“

Herrchen: „So eine Rasselbande, die knöpf ich mir vor“.

Dieses oder ähnliches hört man oft in unserem Garten.

Pfotenchaoten – die Rasselbande vom Lönsweg

Wer die kleinen Strolche, Emil und die Detektive oder Pippi Langstrumpf kennt, dem ist der Begriff „Rasselbande“ geläufig. In meiner Fortsetzungsstory hier handelt es sich bei unserer Rasselbande um eine Gruppe frühreifer oder auch spätpubertierender Hunde, die durch ihr Verhalten ihren Herrschaften auf die Nerven gehen und diese gewaltig auf Trab halten. Darf ich zunächst vorstellen, unsere Pfotenchaoten-Rasselbande.

Da ist als Rudelchefin zunächst einmal Patty(14), offiziell Lady Patricia von den Falkenhusener Glückskindern, eine reinrassige edel-vornehme schwarz-weiße Harlekin-Kleinpudeldame, die souverän das Rudel regiert, allerdings ohne sich an den üblichen chaotischen Geplänkeln zu beteiligen, das ist unter ihrer Würde als Rudelälteste. Um die Bande im Zaum zu halten genügen ihr sogar die ihr noch verbliebenen zwei Zähne im Maul.

Dann ist da Maffja von der Hühnersteppe, genannt Matzi(5), eine schwarzbraun gestromte Zwergteckelhündin von edlem rot-russischem Geblüt. Im Gegensatz zu ihrer Chefin Patty ist sie allzeit zu allerlei Unfug bereit. Allerdings ist sie ein schrecklicher Angsthase, immer wieder wird sie vom eigenen Mut überrollt und rast dann schreiend mit aufgestellter Rückenbürste weg von der imaginären Gefahr ins sichere Haus, notfalls kilometerweit. Ansonsten ist Schnarchen im geheizten Wasserbett und Fressen ihr Hobby.

Etzel(9), der Mitläufer und Katzenhasser. Sein Steckbrief: Ich bin ein männlicher Rauhaardackel und natürlich von blauem Geblüt. Ich bin nicht mehr ganz komplett, denn aus wichtigem Grund hat man mir zwei (ge)wichtige Körperteile chirurgisch entfernt, damit ich im Umgang mit den hier mit mir zusammenlebenden Hundedamen mehr Ruhe bewahren kann. Mitläufer nennt man mich deshalb, weil ich blind bin und mich deshalb immer an die anderen anhänge und mitlaufe, wenn was los ist.

Und zuletzt der Kern der Rasselbande, unsere Zwiebel(9). Eine reizende (PUTE = PUdel-TErrier Mix) Hündin, die, wenn man sie anschaut, kein Wässerchen trüben kann. Sie kam ziemlich abgeflacht im Alter von sechs Monaten aus einem Tierheim im Wendland zu uns, mit Haß auf alle Kinder und Jugendlichen, sehr ängstlich und zurückhaltend. Heute ist sie das totale Gegenteil. Immer zu allen Schandtaten bereit und springlebendig liebt sie Kinder abgöttisch, rast wie ein Irrwisch überall mit und hin. Sie begleitet uns auf unserer Zeitungsrennertour so oft wie möglich (wer den Blog hier liest, weiß was ein Zeitungsrenner ist) und ist immer zu Späßen bereit. Ein überaus liebenswerter Pfotenchaot also.

Dann gibt es da noch zwei rabenschwarze Katzenmädchen, die sich aber in aller Regel vornehm zurückhalten. Es sei den, ja es sei denn, die Hunde treten ihnen zu nahe. Ausnahme: Zwiebel und Lupina, die sind zusammen aufgewachsen und spielen sogar zusammen ab und zu,

Diese wunderbaren Pfotenchaoten bereichern unseren Alltag immer wieder mit Streichen, Ereignissen und staunenswerten Geschichten, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ihr werdet hier immer wieder eine neue Episode, einen Streich oder ein Erlebnis mit den Pfotenchaoten nachlesen können.

Mh, im Oktober 2014

Neulich im Irrenhaus

 

Während eines Besuches in einer geschlossenen Anstalt fragt ein Besucher den Direktor, nach welchen Kriterien entschieden wird, ob jemand eingeliefert werden muss oder nicht.
Der Direktor sagt: „Nun, wir füllen eine Badewanne, geben dem Kandidaten einen Teelöffel, eine Tasse und einen Eimer und bitten ihn, die Badewanne auszuleeren.
Der Besucher: „Ah, ich verstehe, und ein normaler Mensch würde den Eimer nehmen, damit es schneller geht, ja?“
Direktor: „Nein, ein normaler Mensch würde den Stöpsel ziehen .

AUTSCH

Mobilfunk-Archäologie im Münsterland

 

handyNachdem russische Wissenschaftler im letzten Jahr bis zu einer Tiefe von 100m gegraben hatten, fanden sie Spuren einer Kupferleitung, die auf ein Alter von 1000 Jahren datiert wurde, und kamen zu dem Schluss, dass ihre Vorfahren schon vor tausend Jahren ein funktionierendes Telefonnetz hatten.
Um nicht abgehängt zu werden, gruben in den folgenden Wochen amerikanische Wissenschaftler auf eine Tiefe von 200m und dann war in den amerikanischen Zeitungen zu lesen:
„US-Wissenschaftler haben in 2000 Jahre alten Erdschichten Spuren eines Glasfaserkabels gefunden. Daraus ist zu schließen, dass in Amerika bereits 1000 Jahre vor den Russen hochtechnologische digitale Telefonie zum Standard gehörte.
Eine Woche später berichtete die Münsterland-Zeitung aus Ahaus: „Nachdem sie im Aaverlauf bis auf eine Tiefe von 800m vorgedrungen waren, haben münsterländische Wissenschaftler absolut nichts gefunden. Dies lässt den Schluss zu, dass unsere westfälischen Vorfahren bereits vor 5000 Jahren eine drahtlose Mobilfunktechnologie nutzten – sprich Handys.“

muhahaha

mystisch

Ein Ingenieur, ein Physiker, ein Mathematiker und ein Mystiker wurden gebeten, die größte Erfindung aller Zeiten zu nennen. Der Ingenieur wählte Feuer, das der Menschheit Macht über Materie gab. Der Physiker wählte das Rad, das der Menschheit Macht über den Raum gab. Der Mathematiker wählte das Alphabet, das der Menschheit Macht über Symbole gab. Der Mystiker wählte die Thermosflasche.
„Warum eine Thermosflasche?“ fragten die anderen.
„Weil die Thermosflasche heiße Flüssigkeiten im Winter warm hält und kalte Flüssigkeiten im Sommer kühlt.“
„Ja – und … ?“
„Denken Sie nach.“ sagte der Mystiker ehrfürchtig. „Diese kleine Flasche – wie kann sie es wissen?“

Flaschen werfen ist nicht schwer – damit treffen umso mehr

Flaschen

Eine lustige Geschichte mit ernstem Hintergrund, lest selbst und schmunzelt mit über den Flaschenpost-Mailverkehr mit einer örtlichen Schule:

 

Sehr geehrter Herr xxxxxxxxxxxxx,

wir sind Anwohner ihrer Schule, rückseitig am xxxxxxweg.

Mit großer Freude erleben wir in den letzten Tagen eine stetig steigende Anzahl von Flaschenwürfen, ja fast schon Flaschenzielwürfen aus dem Bereich des Fahrradständers und den darüber liegenden Klassenraum- und Flurfenstern weit in unseren Garten hinein.

Nicht, das wir uns darüber nicht freuen würden, immerhin handelt es sich meistens um halb gefüllte (wegen des Wurfgewichts) Plastikflaschen, die wir gern für den Pfandwert entsorgen. So konnten wir im Laufe einer Woche schon ein hübsches Sümmchen Pfandgeld einstreichen.

Nichtsdestotrotz sind wir Ihnen dankbar, wenn sie das Flaschenwerfen in den entsprechenden Klassen mal thematisieren, denn so eine halbvolle Flasche kann, wenn sie z.B. meinen zweijährigen Enkel trifft im Garten, durchaus Schaden anrichten. Und auch mein Kopf ist mir zu schade als Wurfziel.

Danke für ihr Verständnis und ihre Hilfe.

 

Die Schule

Sehr geehrter Herr ,

wir sind mit dem beschriebenen unverschämten Verhalten überhaupt nicht einverstanden und werden für Abhilfe sorgen. Wenn Sie lokalisieren können, aus welchen Fenstern die Flaschen fliegen, wäre das für uns eine große Hilfe. Ich denke, dass ich die verantwortlichen Schüler direkt ansprechen kann.

Sie werden in Kürze von uns hören.

Freundliche Grüße und ein erholsames Wochenende!

 

ich

guten Tag, Herr xxxxxxxxxxx,

schwer zu lokalisieren, die Würfe, denn die Schüler werfen entweder aus dem Fahrradständer heraus über unsere hölzerne Sichtschutzwand. Oder, wenn sie aus der Klasse im 1. Stock oder höher werfen (die Weite der Würfe lässt das ab und zu vermuten) tun sie das natürlich nicht, wenn wir uns im Garten aufhalten und sie sehen könnten. Aber ich werde mal verstärkt darauf achten nächste Woche.

Herzlichen Gruß

ich

guten Tag, Herr xxxxxxxxxxxxx

die heutige Ausbeute (das Foto zeigte 5 Plastikflaschen unterschiedlicher Größe)

der weiteste Wurf ging durch den halben Garten bis in den Gartenteich und der Garten ist nicht klein

 Gruß

die Schule

Guten Tag

ich habe heute Mittag diese Ausbeute bereits von einem Fenster des 1. Stocks aus erspäht. Eine Durchsage in der Angelegenheit ist gegen Mittag bereits erfolgt, in die in Frage kommenden Klassen gehe ich morgen noch einmal.

Ich hoffe, dass wir die Angelegenheit bald regeln können.

ich

guten Tag Herr xxxxxxxxxxx,

eben besuchten uns hier mit hängenden Ohren und etwas kleinlaut die von Ihnen ermittelten schuldbewussten Übeltäter und haben sich bei uns für ihren Unsinn entschuldigt. Natürlich haben wir die Entschuldigung gern akzeptiert und sie mit freundlich mahnenden Worten wieder in die Schule geschickt.

Danke für Ihren Einsatz und ihren scheinbar detektivischen Spürsinn.

Ganz herzlichen Gruß

 

Ergänzung von mir:

 

die Jungs haben uns gebeichtet, das sie mit ihren Flaschenwürfen, leider vergeblich, auf eine große Feuertonne gezielt hatten, quasi als Wettbewerb. Über eventuelle Folgen sind sie sich erst bei den Vorhaltungen ihres Schulleiters klar geworden. Jungenstreiche eben, mehr nicht

 

mh, im Oktober 2014