Die Pudeldame Patty, Rudelchefin der Pfotenchaoten

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Lady Patty Patricia von den Falkenhusener Glückskindern, so wurde sie von der Züchterin in Wächtersbach/Hessen benannt. Eine reinrassige recht kleine schwarz-weiße Harlekinpudelhündin, geworfen am 24.3.2000. Sie kam am 28.5.2001 zu uns als Nachfolge für Cora, eine 16jährige an Krebs verstorbene Rauhhaardackelhündin.
Patty war zunächst an einen Halter/Züchter verkauft worden, der aber mit ihr nicht die gewünschten Erfolge auf Zuchtschauen erzielen konnte. Sie wurde deshalb von ihrer Züchterin wieder zurückgekauft und an uns weitergegeben. Mit Zuchtschau und Zucht haben wir nichts am Hut.
Patty ist ganz klar ein wesensschwacher Hund. Sie hat lange gebraucht, sich an uns zu gewöhnen, hat sich dabei ganz auf ihr Frauchen konzentriert. Fressen aus einem Napf, der womöglich klappern könnte, war ausgeschlossen. Wir haben sie lange aus der Hand füttern müssen, bis sie endlich ihr Futter wenigstens vom Boden aufnahm. Aber sie ist ein richtig liebenswertes kleines Bündel geworden im Laufe der Jahre. Nicht mehr so schreckhaft, ein wenig selbstbewußter und aufgrund ihres Alters und der tapfer eingesetzten noch verbliebenen zwei Restzähne auch die Rudelchefin zuhause. Sie wirkt, wenn sie so herumhüpft und springt, noch recht jung, aber – nie lange.
Jetzt im Alter von 14 Jahren hat sie kaum noch Zähne, das Hundeherz mag nur noch mit Tablettenunterstützung so richtig pumpen und weite Spaziergänge ohne Leine sind nichts mehr für sie. Drei-viermal am Tag ums Eck, ihr kleines Revier markieren und sich lösen, mehr will sie nicht mehr. Und im Sommer genießerisch auf der Terasse in der Sonne liegen. Ansonsten am liebsten zu Frauchens Füßen oder neben ihr im Sessel schlafen. Hilfreich ist dabei, das sie auch nur noch wenig hört und auch schlecht sieht, so das sie in Ruhe und ungestört einen großen Teil des Tages verschlafen kann. Sie ist eben eine alte, in Ehren ergraute Pudeline.
Solange sie schmerzfrei ist und nicht leidet, wird sie zum Rudel gehören und bei uns sein. Wir sind uns aber klar darüber das der Tag, an dem sie über die Regenbogenbrücke geht, nicht mehr fern ist. Wir machen uns schon mit dem Gedanken vertraut ihr, wenn es soweit ist, diesen Gang zu erleichtern und sie auf dem letzten Weg zu begleiten.

 

mh, November 2014

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