Die 6 besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe und wie du davon profitieren kannst

Die 6 besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe und wie du davon profitieren kannst

Nur sechs wirst du sagen, mehr nicht? Natürlich sind es viel mehr wertvolle und gute Entscheidungen gewesen im Laufe meiner Vergangenheit aber ich schreibe hier nur über die besten. Ich gehe dabei chronologisch vor, die Reihenfolge hat keine Wertigkeit.

1

Ich habe Ahaus früh verlassen. Nach Jahren als schlechter Schüler und Lehrversager bin ich als 16jähriger „Knallfrosch“ (Geheimsprache nur für Eingeweihte) nach Hamburg getrollt (worden) im Schlepptau meiner älteren Geschwister. Die haben mich mit viel Hingabe und Geduld auf ein selbstständiges Leben vorbereitet. Die Lebenszeit in Hamburg ist eine schöne Jugenderinnerung mit ganz vielen Facetten. Die Entscheidung, dort hinzuziehen hat mein Leben maßgeblich positiv beeinflusst.

2

Als junge Nachwuchskraft im Ausbildungsunternehmen, inzwischen aber versetzt an den Rhein, habe ich mich für eine firmeninterne Weiterbildung zum Ausbilder entschieden. Heute weiß ich, das diese Entscheidung mehr als gut war. Der Umgang mit Menschen jeden Alters, die Schulung und Motivation von Menschen haben mich maßgeblich geprägt und mir immer wieder Freude bereitet.

3

Der Vater meiner Frau war seit ihrer Geburt verschollen in der DDR. Sie hatte ihn nie kennengelernt. Wir haben uns entschieden, ihn zu suchen – und nach langer, mühsamer Suche auch gefunden. Den Moment des Glücks, als meine Frau ihren Vater das erste mal in ihrem Leben in die Arme schloß, werde ich nie vergessen, die Szene steht mir heute noch vor Augen. In diesem Herbst 2014 fahre ich dort wieder hin, um den alten Herrn und seine Familie lange nach dem Tod meiner Frau in die Arme zu schließen, viel zu lange habe ich sie nicht mehr gesehen.

4

Nach acht Jahren in den Diensten einer obersten Bundesbehörde habe ich diesen fast unkündbaren Job aufgegeben (zum Beamten muß man wohl geboren sein) und mich als freiberuflich tätiger Verkaufs- und Verhaltenstrainer selbstständig gemacht, so ganz ohne Studium oder Diplom. In diesem Beruf bin ich trotz mannigfaltiger Anlaufprobleme und zig überlebens- notwendigen Nebenjobs glücklich geworden. Die zunächst einschneidende und in den Augen anderer völlig hirnverbrannte Entscheidung für diesen Weg verschaffte mir eine Fülle von interessanten Lebenserfahrungen und ich konnte schlussendlich davon sogar leben mit Familie und drei Kindern.

5

Der Tod meiner ersten Frau mit 41 Jahren hat mich komplett umgehauen, ich habe damals nicht nur meinen Job, sondern auch mich selbst verloren. Zu Verstand gekommen bin ich irgendwie später in einer hessischen Großstadt, weitab von meiner Familie, am Funktisch einer Taxizentrale. Ich weiß nicht mehr, wann und wie ich diese Entscheidung getroffen habe, aber da hat dann mein zweites Leben begonnen, ganz anders aber genauso lebenswert, auch dank einer zauberhaften Freundin und heutigen Ehefrau.

6

Die Rückkehr nach über vierzig Jahren an meinen Geburtsort Ahaus – darüber habt ihr hier schon gelesen. Das beste, was mir passieren konnte, jeder braucht eine Heimat, und mindestens einen Festpunkt im Leben, ist es nicht so? Und eben aus diesem Grund steht diese verrückte Geschichte auch im „Der Ahauser“,

Fazit:

Wie kannst DU nun von diesen ganzen Erlebnissen profitieren?

Nun, ganz einfach. Nimm einfach hin, das jede deiner Entscheidungen, auch wenn sie dir heute vielleicht skurril oder gar falsch erscheinen, richtig war. Im Moment des Entschlusses ist jede Entscheidung für oder gegen etwas richtig und wertvoll, auch wenn sich später womöglich etwas Anderes herausstellt. Macht nichts, meistens ist eine Korrektur möglich. Wenn nicht, auch nicht tragisch. So ist nun mal das Leben, ich sage gern schmunzelnd

es ist eines der schönsten.

mh im September 2014

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